Bei meinen Besuchen bei Hensoldt, Rohde & Schwarz, KNDS und ARX Robotics konnte ich mir ansehen, welche Technologien deutsche Unternehmen für unsere Verteidigung entwickeln und produzieren. Die Fachkenntnis der Beschäftigten und die technischen Möglichkeiten haben mich beeindruckt. Zugleich wurde deutlich, wie dringend wir bei der Beschaffung schneller werden müssen.
Als Hauptberichterstatter für den Verteidigungshaushalt möchte ich die Unternehmen und ihre Produktionsbedingungen selbst kennenlernen. Schließlich entscheiden wir im Bundestag über erhebliche Mittel. Daraus muss Ausrüstung werden, mit der unsere Soldatinnen und Soldaten ihren Auftrag erfüllen können.
Bei Hensoldt standen Radar- und Sensortechnologien zur frühzeitigen Erkennung von Bedrohungen im Mittelpunkt. Rohde & Schwarz zeigte seine Fähigkeiten bei geschützter Kommunikation und elektronischer Kampfführung. In diesen Bereichen brauchen Deutschland und Europa technologische Unabhängigkeit.
Bei KNDS ging es um gepanzerte Fahrzeuge und Artilleriesysteme, darunter den Leopard 2, die Panzerhaubitze 2000 und die RCH 155. Neben der Technik sind ausreichende Produktionskapazitäten, belastbare Lieferketten und die langfristige Versorgung der Truppe entscheidend.
Besonders beschäftigt hat mich der Vergleich bei ARX Robotics: Nach Angaben des Unternehmens sind rund 400 seiner unbemannten Bodensysteme in der Ukraine im Einsatz. Bei der Bundeswehr sind es bislang zehn zur Erprobung. Solche Unterschiede werfen für mich die Frage auf, wie wir bewährte Technologien zügiger nutzbar machen können.
Dafür müssen Erprobung, Zulassung und Beschaffung besser ineinandergreifen. Verteidigungsministerium, Bundeswehr, Beschaffungsamt und Industrie tragen gemeinsam Verantwortung dafür, dass aus einem verfügbaren Budget auch rechtzeitig militärische Fähigkeiten entstehen.
Mein Anspruch bleibt: Die Truppe braucht moderne, geeignete Ausrüstung in ausreichender Stückzahl und die Steuerzahler müssen sich darauf verlassen können, dass ihr Geld wirtschaftlich eingesetzt wird.