Am vergangenen Mittwoch hatte unser Petitionsausschuss Besuch vom Petitionsausschuss aus der Bremischen Bürgerschaft, um sich über die parlamentarische Petitionsarbeit auf Landes- und Bundesebene auszutauschen.
Bereits vor dem offiziellen Gespräch nahm die Gruppe als Gäste an einer Sitzung unseres Ausschusses teil und konnte so unmittelbare Einblicke in unsere Arbeitsweise gewinnen. Im anschließenden Austausch standen vor allem die Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zwischen der Arbeit im Land und im Bund im Mittelpunkt. Besonders interessant war dabei, wie viele Gemeinsamkeiten trotz unterschiedlicher Zuständigkeiten und Rahmenbedingungen tatsächlich bestehen. Deutlich wurde: Beide Ebenen verfolgen dasselbe Ziel – den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger Gehör zu verschaffen und konkrete Lösungen zu erarbeiten.
Ein weiterer spannender Aspekt war die persönliche Motivation der Ausschussmitglieder: In beiden Parlamenten entscheiden sich viele Mitglieder bewusst für eine langjährige Mitarbeit im Petitionsausschuss – trotz der arbeitsintensiven Aufgaben. Der Grund liegt auf der Hand: Kaum ein anderes Gremium bietet eine so direkte Nähe zu den Anliegen und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger.
Der Schwerpunkt des Gesprächs lag auf der zukünftigen Ausrichtung der Petitionsarbeit. Themen wie Digitalisierung, Bürgernähe und Transparenz wurden intensiv diskutiert. Aber auch der Umgang mit privaten Petitionsportalen, die eine Zusammenarbeit und Bearbeitung der Parlamente suggerieren, waren Thema. Klar war schnell, dass der Petitionsausschuss in Bremen hier vor den gleichen Herausforderungen steht, wie der Bund. Der offene und konstruktive Dialog mit den Kolleginnen und Kollegen aus Bremen hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll und wichtig der Austausch zwischen den parlamentarischen Ebenen ist, um voneinander zu lernen und gemeinsame Herausforderungen anzugehen.
Persönlich habe ich mich über den Besuch besonders gefreut: Als Niedersachse mit enger regionaler Verbundenheit zu Bremen war es mir eine Freude, die Delegation rund um den Vorsitzenden Claas Rohmeyer begrüßen zu dürfen. Solche Begegnungen stärken nicht nur die fachliche Zusammenarbeit, sondern auch die gewachsenen Verbindungen zwischen unseren Regionen.
Der Besuch hat eindrucksvoll unterstrichen, wie wichtig der kontinuierliche Dialog für eine lebendige und bürgernahe Demokratie ist.
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